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Nuki Combo 2.0 oder Yale Linus Smartlock?

Seitdem ich im letzten Dezember in relativ kurzer Abfolge jeweils ein Video zum Yale Linus und zur Nuki White-Edition veröffentlichte, erreichen mich fast täglich Kommentare und E-Mails mit der Frage, welches Smartlock ich denn jetzt tatsächlich verwende.

Um zukünftig einfach mit einem Link auf diese Frage antworten zu können, habe ich mich entschieden, das ganze hier einmal aufzuschreiben und mit einer kurzen Erklärung zu versehen.

Die kurze Antwort: an unserer Eingangstür hängt aktuell das Nuki 2.0 in der White Edition.

Die etwas längere Antwort – die auch die Gründe umfasst – füllt den Rest dieses Beitrags. Wie ich schon im Video zum Yale Linus sagte, sind sich die beiden Produkte sehr ähnlich, also sind es Kleinigkeiten, die für mich den Ausschlag geben.

Auf der einen Seite liegt das an so banalen Gründen, wie der Tatsache, dass wir mit dem Nuki Keypad und dem Nuki Fob Zubehör haben, das wir benutzen. Bzw. benutzten, als wir noch Besuch empfingen. Aktuell symbolisieren die vor allem die Hoffnung das bald wieder tun zu können.

EIn Keypad bekommst du für das Yale auch, eine Fernbedienung aktuell nicht. Auch für diejenigen, die in einem Mehrfamilienhaus mit kompatiblen Öffner wohnen ist, hat das Nuki einen großen Vorteil mit dem Opener den kein anderer Smartlock-Hersteller so im Angebot hat. Das ist mir allerdings egal, weil ich keine Haustür aufzusummen habe.

Optik

Ich bin ein einfacher Mensch: ich möchte meine Smarthomefunktionen möglichst nicht sehen. Das klappt mal mehr und mal weniger. Das bedeutet zum Beispiel, dass ich im ganzen Haus die arschteuren Eimsig Fenstersensoren eingebaut habe, weil ich gern auf die üblichen Fenstersensor-Warzen im Fensterrahmen verzichte.

Das weiße Nuki ist an unserer weißen Eingangstür bisher das unauffälligste Smartlock, das ich bisher testen konnte. Das hebt meine Stimmung beim Vorbeigehen jedes mal ein kleines bisschen.

Das hilft dir natürlich im Zweifelsfall nicht, weil die White Edition ja eine Limitierte war. Aber ich las in den Kommentaren, dass einige Zuschauer sich mit weißer Folie beholfen haben oder mit dem 3D-Drucker. Das habe ich auch mal getestet, einfach eine Kappe auszudrucken funktioniert perfekt und ermöglicht dir je nach bedarf auch deine eigene Hellbraun-Edition passend zur Türfarbe zu erstellen.

Schwarzes Nuki in weißer Panade aus dem 3D-Drucker

Software

Aber auch an der Softwarefront gefällt mir das Angebot von Nuki etwas besser.

Der Hauptpunkt für mich ist dabei: dass ich neue Nutzer anlegen und einladen kann und diese sich nicht Registrieren müssen. Bei Yale muss sich jeder Nutzer registrieren und sogar Telefonnummer und E-Mail-Adresse verifizieren. Bei Nuki muss sich niemand registrieren und zum hinzufügen weiterer Nutzer genügt ein Einladungscode und schon ist das Handy des Gegenübers ein Schlüssel für unser Haus für den gewünschten Zeitraum. Das fühlt sich für mich einfach sehr viel besser an.

Darüber hinaus kann ich sagen, dass mir auch hier die zurückgenommene Optik mehr zusagt. Sowohl das App-Icon, die Komplikation auf der Apple Watch aber auch die App selbst sehen hochwertiger aus. Auch wenn gerade Letztere sicherlich nicht perfekt ist.

Lautstärke

Ja, das Nuki ist lauter als das Yale. Aber ich fand das nie störend und so bekomme ich wenigstens mit, wenn die Tür geschlossen wird. Was ich aber auch gemerkt habe, als wir den Opener bei Kim installiert haben, dass der Lautstärkenunterschied stark von der verbauten Tür abhängt. Bei einer Kunststofftür wie bei uns, ist es eine Sache. Wenn du aber eine hohle Holz-Wohnungstür hast, die sowohl den Schutz als auch den Resonanzkörper einer Akustikgitarre bietet, verstärkt sich der Effekt noch einmal.

Unterm Strich sind ja die Fragen: wie oft wird bei dir auf- und abgeschlossen? Wann passiert das? Schläfst du direkt neben der Tür wenn das passiert?

Klar würde ich mir wünschen, dass das Nuki etwas leiser wäre, aber für mich ist das kein Ausschlusskriterium.

Powerpack

Ein großer Pluspunkt ist dagegen das neue Powerpack. Ein genauerer Überblick über den Batteriestand und ein einfacheres Aufladen per USB-C senkt für mich noch mal die Hürde, das Nuki dauerhaft mit Strom zu versorgen. Auch weil bei uns die vollen Akkus im Arbeitszimmer unterm Dach liegen und ich so einfach nur mein Laptopkabel über Nacht mal ans Schloss stecke und alle ist wieder voll.


Ist das Nuki ein perfektes Smartlock? Nein, es gibt sicher noch Dinge zu verbessern. Aber aktuell ist es für mich das beste, was ich hier ausprobiert habe. Das Einzige, was mich noch etwas reizt ist eine komplett neue Haustür, die dann vielleicht auch etwas schöner ist mit der auf der IFA 2019 angekündigten Integration von Nuki direkt in die Haustür. Aber das wäre im wahrsten Sinne des Wortes ein größerer Aufriss – und ist bisher zumindest noch nicht verfügbar.


Disclaimer: Mir wurden sowohl das Yale Linus als auch das Nuki in der White Edition kostenlos von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Mit Nuki habe ich darüber hinaus im Rahmen des Zuschauertests zusammengearbeitet. Ich bilde mir ein, meine Entscheidung trotzdem neutral getroffen zu haben.

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Apple stellt den HomePod ein

Apple hat TechCrunch ein Statement zum großen HomePod gegeben:

HomePod mini has been a hit since its debut last fall, offering customers amazing sound, an intelligent assistant, and smart home control all for just $99. We are focusing our efforts on HomePod mini. We are discontinuing the original HomePod, it will continue to be available while supplies last through the Apple Online Store, Apple Retail Stores, and Apple Authorized Resellers. Apple will provide HomePod customers with software updates and service and support through Apple Care.

Das wars also. Ich hatte eigentlich zeitnah mit einem Update gerechnet, dass einen aktuellen Chip wie im HomePod mini verbaut bekommt. Mit Thread und mehr Power. Stattdessen zieht Apple den Stecker und empfiehlt im Zweifelsfall noch schnell noch einen HomePod aus dem Restbestand zu kaufen.

Davon würde ich eher abraten. Auch wenn Apple sagt, dass der HomePod weiter mit Softwareupdates versorgt wird, gibt es eben keine Möglichkeit den HomePod zu nutzen, als über Apple Software. Auch wenn ich davon ausgehen würde, dass das über AirPlay noch viele Jahre Problemlos gehen wird, bezweifle ich, dass Apple einen alten Chip noch jahrelang mit Updates versorgen wird. Falls Siri irgendwann also wirklich intelligent wird, bleibt der große HomePod wahrscheinlich außen vor.

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