Nach sechs Monaten mit einem Mähroboter gibt es heute ein Update über die Rasenentwicklung und außerdem zeige ich euch meine Winterroutine für die Rasenmäherpflege.

So, die erste Mähsaison ist um. Als Endpunkt habe ich genommen, dass der Mäher das erste Mal stecken geblieben ist, weil der gefrorene Tau am Vorderrad das Fahren blockiert hat.

Das war für mich ein eindeutiges Signal, dass es Zeit ist die Mähsaison zu Beenden.

Der Mäher sieht auch etwas geschunden aus, von den Wetterverhältnissen und der harten körperlichen Arbeit. Aber der bekommt sein Wellnessprogramm später im Video. Schauen wir erstmal auf den Rasen.

Ich habe mir eben noch mal das Video von der Einrichtung im April angeschaut und wie der Acker hier aussah und ich muss sagen, der Boden hat sehr große Schritte gemacht, wenn man das sagen kann bei etwas, was einfach so daliegt.

Ich habe den Boden seit dem Update-Video im Sommer auch weitgehend in Ruhe gelassen. Gelegentlich noch mal einen Löwenzahn abgestochen und nachdem sich der Klee rapide ausgebreitet hatte, habe ich noch einmal Hornmehl gestreut. Weil die Hornspäne wohl ein paar Monate braucht, biss der Stickstoff im Boden seine Wirkung erzielt.

Hornmehl ist fein gemahlen und soll schneller wirken. Stinkt aber genauso als würdet ihr euch Rinder im Garten halten.

Dann habe ich sicher auch noch ein bis zweimal die Vertikutierhake durch die großen Kleefelder gezogen, aber insgesamt war ich etwas Faul, was den Garten angeht, bis auf eine Sache. Die Kiesgrube aus dem ersten Video, war im zweiten Video ein Loch und dann irgendwann war sie zu. Ich habe sie mit Erde aufgefüllt und Rasen ausgesät. Schattenrasen um genau zu sein, in der Hoffnung, dass der etwas genügsamer ist, weil er überwiegend unterm Dach ist.

Das scheint auch grundsätzlich gut zu funktionieren. Bisher ist der Rasen ohne zusätzliches Gießen immer noch gesund und grün. Jedenfalls an den Stellen, die der Mäher nicht zerfetzt hat.

Ich habe den Draht 10 cm von der Mähkante verlegt, wie es das Handbuch vorsieht, allerdings reicht das nicht ganz in den Ecken des Rasens und da bleibt der Mäher dann gerne mal etwas hängen und mit den stark profilierten Hinterrädern buddelt der dann wie ein Hund nach dem großen Geschäft.

Da werde ich die Tage den Draht noch mal korrigieren und dann im Frühjahr die Löcher mit neuem Grassamen schließen.

Das war kein Problem, als der Baum hier noch mitten im Mähbereich lag. Dot wendete er nach der Kollision. Das ist eher ein Problem, wenn er nach Hause fährt oder die Kanten schneidet und dann Stumpf dem Draht versucht zu folgen. Ich bin gespannt. Im nächsten Jahr wollen wir hier einen Spielturm für die Kleine aufbauen und da sollte er sich verhalten wie beim Baum und nicht wie bei der Hauswand. Die neueren Modelle haben ja eine Kollisionsvermeidung, aber das sollte eigentlich auch ohne funktionieren.

Das andere Problem ist die Teilung des Gartens in zwei Rasenflächen durch den Zaun. Ich habe durch kreatives Verlegen des Drahtes einen Übergangsvektor geschaffen. Aber das Ganze ist auch nur temporär, da die vordere Fläche auch irgendwann kein Rasen mehr sein wird. Außerdem müssen wir noch Mähkanten vor dem Zaun und am Beet setzen, damit das alles sauberer aussieht. Aber das kommt alles im Frühjahr.

Im Zuge dieser Landgewinnung für den Rasen ist auch die Station umgezogen. Hier sieht man eindeutig, dass der Plan, dass durch das Gitter Rasen wachsen kann und die Station versteckt, einfach nicht aufgeht. Die meiste Zeit steht ja der Mäher drüber und schützt den Untergrund vor Wasser und Sonne. Das ist nicht unbedingt ideal für Pflanzen.

Und bevor wir jetzt zu meinen großen Erkenntnissen für einen gesunden Rasen kommen, möchte ich dir kurz Satellite vorstellen.

Der erste Tipp, den ich dir geben würde: stell die Mähhöhe nicht zu niedrig ein. Ich hatte die anfangs auf 4 cm, aber ein wenig Recherche zeigte mir, dass die meisten Grassorten nicht so gut damit klarkommen, so kurz geschoren zu werden.

Nachdem ich die Schnitthöhe auf 5,5 cm hochgestellt habe, hat das dem Gras einen echten Schub gegeben. Es kann sich leichter gegen die Begleitvegetationen im Rasen durchsetzen und insgesamt wurde damit eigentlich alles besser.

Der zweite Tipp, der durchaus meine Kaufentscheidung beeinflusst hätte: wenn dein Mähroboter einen Regensensor hat – schalte ihn aus. Ja, das schmerzt ein bisschen, weil ich ja extra einen Landroid wegen des Regensensors (und des niedrigen Preises) kaufte.

Aber ich unterhielt mich auf einer HomeKit-Veranstaltung mit Menschen von Gardena und man könnte nun sagen: die propagieren das, weil ihre Mäher keinen Regensensor haben. Aber vielleicht wird auch andersherum ein Schuh draus. Jedenfalls gibt es da ja Menschen, die sich mehr mit Rasen und mähen befassen als ich es tue.

Seitdem fuhr der Mäher immer zur gleichen Zeit. Keine blöden Verzögerungen und ehrlich gesagt: keine Probleme. Auch in regenreichen Phasen des Jahres sah der Rasen besser aus. Der Mähroboter war dann zwar gerne etwas dreckiger und übersät mit abgeschnittenen Grashalmen, aber die Witterung kümmert sich darum.

Das ist der Stand der Dinge bei meinem Rasen.

Jetzt zum Einwintern des Mähers.

Aktuell sieht der Mäher einigermaßen dreckig aus, das bringen wir jetzt erstmal mit extrem hochdosiertem Wasser in Ordnung. Besonders in den Hinterrädern fängt sich eine Menge Erde und Dreck unter den Hecken, wenn das Wetter nicht mehr so sonnig ist.

So, das erste, was ihr vor dem Winter tun solltet, um dem Akku was Gutes zu tun: Ihn einmal voll aufladen. Dann ausschalten, die Kiste und dann ab auf die Hebebühne. Hier sieht man, dass er sich einige Kratzer eingefangen hat. Ich schicke ihn aber auch immer bis tief in die Hecke.

Aber jetzt untersuchen wir ihn mal untenrum.

Gerade bei feuchtem Gras setzt er sich hier schnell zu. Meine letzte Grundreinigung ist jetzt auch schon etwas her, wie man sieht. Aber als Erstes entsorge ich jetzt die Klingen. Die sind auch nicht mehr besonders scharf. Das sind noch die ersten. Also ich hatte die jetzt die ganze Saison drauf und das hat auch noch funktioniert, nur eine zweite Saison würde ich die nicht mehr benutzen. Also ich würde die eher häufiger wechseln, aber mindestens einmal im Jahr.

So, jetzt bürsten wir den ganzen Kram hier mal ordentlich raus. Und putzen vor allem das Vorderrad und alles, was hier die Schneideplatte betrifft.

Wenn ihr richtige Streber sein wollt, könnt ihr auch noch den Akku rausschrauben. Das schützt noch etwas besser vor ungewollter Entladung und man kann ihn leichter drinnen lagern. Der Akku sollte nämlich im Haus bleiben, der mag kalte Temperaturen und Temperaturschwankungen allgemein nicht so gern.

Ich stelle einfach den ganzen Mäher rein. Ich lade ihn dann lieber im Februar noch einmal neu auf und das ist auch leichter, wenn ich das nicht erst wieder zusammenbauen muss. Vielleicht lege ich mir direkt eine Erinnerung für Anfang Februar an. Das ist wahrscheinlich eine gute Idee. [PIEP]

So, kommen wir zur Station, die ist hier nach unserem Umbau am Haus ein wenig umgezogen.

Da löse ich als Erstes den Draht und klebe die Enden mit Isolierband ab. Je auffälliger desto weniger Suchen im Frühjahr. Dann die Bodenanker rausschrauben, Netzteil einsammeln und alles auch einmal saubermachen.

Ihr könnt die Station – gerade wenn die so am Haus steht – auch sicher draußen stehen lassen. Dann würde ich zur Sicherheit trotzdem das Netzteil reinholen. Aber wenn man das ganze nicht filmt, ist abbauen eine Sache von 15 Minuten und wahrscheinlich habe ich dadurch länger was davon. Bei Minustemperaturen würde der Kunststoff ziemlich spröde und wenn wir dann draußen spielen und mal jemand drauf tritt oder ein Bobbycar dagegen fährt… Ich gehe lieber auf Nummer sicher.

So ich bürste die auch einmal an, aber dann genügt es sicher, die ins Gartenhaus zu stellen.

So und im direkten Vergleich sieht der Rasen schon ziemlich gut aus. Hier ist der jetzt schon ein paar Tage nicht gemäht, aber es ist sehr viel weniger dazwischen, was kein Gras ist. Ich bin guter Dinge, das im nächsten Jahr noch weiter steigern zu können, aber jetzt heißt es erstmal Geduld haben und den Winter drinnen im Warmen zu genießen. Sicher hat der im Sommer etwas mehr geleuchtet, aber insgesamt hat sich seitdem noch mal eine Menge zum positiven entwickelt.

Wenn ich nicht noch so viel im Garten ändern würde, wäre das ganze auch ohne irgendwelches Zutun meinerseits abgelaufen. Im Frühjahr den Mäher aufstellen und in der App einrichten und im Herbst einmal wieder reinholen. Dazwischen perfekten Rasen genießen und dabei keinen Pflegeaufwand haben.

Wie im letzten Video gesagt: Ich würde keinen Rasen mehr ohne Mähroboter betreiben. Egal wie klein die Fläche ist.