Mein Mähroboter (ein Worx Landroid S) fährt jetzt ein Jahr durch unseren Garten. Hier ist der Unterschied, den das macht.

Eine kurze Zusammenfassung für alle, die die bisherigen Thriller verpasst haben: Wir haben im Winter 2018 dieses Haus übernommen und der Rasen war ziemlich kaputt. Kein Wunder, es war ja auch Winter und die Vorbesitzer wussten, dass das Haus verkauft war. Da nimmt man es mit der Rasenpflege vielleicht nicht so genau.

Wie schlimm es war, hat sich dann erst im Frühjahr gezeigt, als ich einmal vertikutiert hatte, damit große Löcher gerissen und gleichzeitig nichts so richtig losgewachsen ist.

Dann habe ich viel Unkraut manuell entfernt, zweimal im letzten Jahr mit Rasendünger und jeweils einmal Hornmehl und Hornspäne ausgebracht.

Zusammen mit der Tatsache, dass ein Mähroboter ja jeden Tag ein paar Millimeter bei ein paar Grashalmen abschneidet, die auf den Boden fallen und so den Boden ebenfalls mit organischem Material und damit Nährstoffen versorgen, hat das dem Gras einen extremen Schub verpasst und die Begleitvegetation aus der Wiese zurückgedrängt, so dass ich jetzt nicht mehr von einer Wise oder unserem Acker spreche, sondern es liebevoll Rasen nenne.

Letztes Jahr habe ich dann noch einen Teil neu Angelegt, der aber Teilweise von unserem Dach geschützt ist. Daher habe ich Schattenrasen genommen. Der hat den Winter nicht so gut überstanden. Also wie an vielen Stellen ist der etwas dünner als noch im November aber auch recht trocken. So sehr, dass ich den im Winter ein paar mal gegossen habe. Aber wohl zu selten.

Das Problem der Trockenheit wird sich aber in Kürze hoffentlich erledigt haben, weil ich jetzt – und dieses Jahr wirklich – mit einem automatischen Bewässerungssystem starten werde. Das geht in kürze los. Abonniere gern den Kanal, wenn dich das interessiert.

Dann habe ich auf der neuen Fläche noch diese Löcher, da muss ich mich jetzt erstmal drum kümmern, dass die nicht mehr weiter ausgehoben werden. Die entstehen, weil der Mäher zu wenig Mähkante hat, um da drüber zu fahren, dann vom Haus blockiert wird und mit den Schaufeln hinten dann eben diese Löcher gräbt.

Da habe ich den Draht einfach ein bisschen angepasst, so dass er mehr als die 10cm überlappung bei Wegen, aber weniger als die 26cm abstand zu pflanzen hat. also ich ziele so auf 22cm, aber das hängt natürlich vom Mäher ab.

Dann fülle ich die Löcher mit Rasenerde, das ist vorgedüngte Boden, der auch die Feuchtigkeit gut hält. Das habe ich letztes Jahr auch benutzt und gerade jetzt wo es eigentlich fast noch etwas zu kalt ist, um den Rasen keimen zu lassen, brauche ich jede Unterstützung. Dann kommt da noch ein rest Nachsaat drauf, der auch mit Nährstoffen kommt. Ist das überdüngung? Vielleicht. Aber es hat letztes Jahr gut geklappt.

Wenn das alles gut angelaufen ist, werde ich noch mal vertikutieren und überall etwas nachsähen, aber da hätte ich es schon gern etwas wärmer, damit das schnell keimen kann und ich dann das mähen vielleicht mal ein paar tage aussetze, damit auch der Durchgang eine chance hat sich zu erholen.

Dann habe ich dem Mäher einmal frische Klingen spendiert und die Station wieder ausgepackt. Hätte ich vorher gewusst, was wir für einen lächerlichen Winter bekommen, hätte ich die auch einfach draußen gelassen.

Durch die Draht-Korrekturen und die etwas verschobene Position der Station hatte ich noch kurz Nervenkitzel, ob der Draht zu kurz sein könnte, aber das Gegenteil war der Fall. Den muss ich jetzt bei Gelegenheit noch mal kürzen. Wenn klar ist, dass keine weiteren Korrekturen notwendig sind.

Eigentlich wollte ich ja schon im Februar wieder anfangen mit dem Mähen, weil einzelne Grashalme schon ganz schön lang wurden. Aber dann habe ich das ein paar Tage vor mir hergeschoeben, dann regnete es ununterbrochen und dann war es auch noch mal ein paar Tage ziemlich kalt.

Zack steht man da mit viel zu langem Gras, dass sich an einigen Stellen schon begann hinzulegen. Wir haben ja sowieso irgendwie 24 verschiedene Grassorten im Garten.

Naja, nachdem der Mäher dann aufgeladen war, habe ich ihn losgeschickt, aber das ist natürlich bei so langem Gras schon etwas problematisch. Und kurz vorher hatten Jungs, die den Brunnen gespült haben, die Rasenfläche vor dem Haus als Flutwiese genutzt. Damit lag dann noch mehr.

Ich habe den Mäher jetzt die letzten Tage einfach 2 bis 3 mal am Tag fahren lassen, immer wenn niemand draußen war, der Akku voll und ich dran gedacht habe. Weil Worx ja immer noch keine mehrfachen Mähvorgänge an einem Tag erlaubt.

Das Problem ist ja, dass er liegendes Gras nicht mäht und er ja sowieso nur eine recht schmale Schnittfläche hat. ungefähr die halbe Gehäusebreite. Mit dem Rest drückt er das Gras runter, was kein problem ist, wenn das gras 5mm zu lang ist, dann federt es wieder hoch. aber bei 5cm… eher nicht.

Also auch jetzt nach ein paar Tagen und dem Versuch das mit Gewalt schnell hinzubekommen sind noch vereinzelte Langgrasinseln im rasen. da ein Mähroboter normalerweise aber ja täglich oder zumindest beinahe täglich fährt ist das kein Problem. Das pendelt sich schon ein und und nach und nach werden sich die Grashalme schon aufrichten und der Mäher sie hinrichten.

Dabei ist mir aufgefallen, dass es meines Wissens keine Mähroboter gibt, die die Flächen geordnet abfahren. Die Fahren alle noch ohne Navigation wie die alten oder ganz billigen Saugroboter nach dem Chaosprinzip, oder kennst du einen, der aufwändiger navigiert?

Ich Frage, weil wir planen den Garten in kürze durch mit einem Spielmonster zu überladen, was es für einen Mäher sicher noch spannender macht. Also „spannend“. Ich hätte ja auch nicht gedacht, dass ich immer weitere Videos zu meinem Rasen mache, aber ihr lasst das Thema in den Kommentaren ja auch nicht los!

Jetzt aber noch mal zum Vergleich der Ist-Situation zu der von vor ca. einem Jahr, als wir angefangen haben, die Steppe hier zu begrünen. Und ich hatte ja von einigen Leuten in meinem Umfeld gehört, dass sie noch nie so guten Rasen hatten, wie mit einem Mähroboter. Aber nach einem Jahr bin ich absolut überzeugt.

Ich musste mir schon ein paar mal die Frage gefallen lassen, warum wir das nicht alles abgefahren haben und hier frischen Rollrasen hingelegt haben: aber 1. ist das langweilig, 2. teuer und 3. in unserem fall unnötig

Außerdem wären mir jede Menge Videos durch die lappen gegangen.

Aber im Alltag ist ein Mähroboter wirklich Wartungsfrei. Man wechselt ein bis zweimal im Jahr die Klingen und am Anfang oder bei Veränderungen im Garten muss man das mit dem Begrenzungsdraht einmal hinfummeln. Aber dann ist der Rasen jeden Tag tip top. Ich muss jetzt bei den anderen Gartenprojekten noch mal für mehr saubere Mähkanten sorgen und dann muss ich nicht mal da mehr hin und wieder nachschneiden.